Bei der Weltmeisterschaft 2026 wurden erstmals Körperkameras von Spielschiedsrichtern eingesetzt. Das Gerät befindet sich auf Ohrhöhe und ermöglicht den Zuschauern in wichtigen Momenten – zum Beispiel bei schwierigen Toren und Verteidigungen – eine ähnliche Sicht wie der Schiedsrichter.
Spielbilder und Audio werden vom Gerät drahtlos generiert und können in Live-Fernsehübertragungen verwendet werden. Die Analyse kontroverser Spielzüge nach dem Spiel stützt sich auch auf die kürzlich von der FIFA implementierte Technologie.
Das Signal der Körperkameras steht dem Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) weiterhin zur Verfügung.
Es gibt jedoch Einschränkungen, was mit den Zuschauern des Spiels geteilt werden darf. Aggressionen, schwere Fouls oder Verletzungen müssen von den FIFA-Behörden und dem Sender, der die Weiterübertragungsrechte besitzt, genehmigt werden, bevor sie veröffentlicht werden.
Wie hat die FIFA Körperkameras getestet?
Der Fußballverband testete die Funktion zum ersten Mal im vergangenen Jahr während der Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten.
Zuvor wurden beim Intercontinental Cup 2024, den Real Madrid gewann, Offline-Tests mit Körperkameras durchgeführt. Die erzeugten Bilder konnten nicht in Echtzeit übertragen werden.
Warum hat die FIFA Körperkameras für Schiedsrichter eingeführt?
Laut FIFA soll der Einsatz von Körperkameras „der Öffentlichkeit helfen, die Komplexität und den Druck zu verstehen, der mit der Entscheidungsfindung von Fußballschiedsrichtern verbunden ist“. Sie behauptet außerdem, dass die Maßnahme die Ausbildung von Schiedsrichtern verbessern und Missbrauch gegen sie reduzieren könne.
Was passiert, wenn die Körperkamera nicht richtig funktioniert?
Ein technischer Ausfall des Gerätes führt nicht zu einer Unterbrechung des Spiels. Die FIFA teilt den Schiedsrichtern mit, dass Reparaturen oder der Austausch von Ausrüstung in festgelegten Abständen während der Spiele durchgeführt werden müssen, also während der Trinkpausen oder am Ende der ersten Spielhälfte.














