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Das öffentliche Arbeitsministerium (MPT) und das öffentliche Ministerium des Bundesstaates São Paulo (MPSP) gaben an diesem Freitag (20) die Unterzeichnung einer historischen rechtlichen Vereinbarung mit dem für Facebook, Instagram und Threads verantwortlichen Unternehmen bekannt. Zentrales Ziel der Maßnahme ist die Bekämpfung der Ausbeutung illegaler künstlerischer Kinderarbeit und die Gewährleistung des Schutzes von Minderjährigen, die im digitalen Umfeld arbeiten.
Meta legt fortan strenge Kriterien fest, um Profile zu identifizieren, in denen Kinder und Jugendliche als Protagonisten monetarisierter oder reichweitenstarker Inhalte auftreten. Die Überprüfung wird regelmäßig erfolgen und sich zunächst auf Konten konzentrieren, die mindestens 29.000 Follower und aktuelle Aktivitäten auf den Plattformen haben.
Regeln für Sperrung und Benachrichtigung
Gemäß den festgelegten Bedingungen werden Profile benachrichtigt, die ohne entsprechende gerichtliche Genehmigung Anzeichen künstlerischer Kinderarbeit aufweisen. Den Verantwortlichen steht eine Frist von 20 Tagen zur Vorlage der entsprechenden Genehmigung zur Verfügung. Erfolgt die Regularisierung nicht innerhalb der festgelegten Frist, wird das Konto innerhalb von 10 Tagen auf brasilianischem Territorium gesperrt.
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Die Vereinbarung sieht außerdem vor, dass MPT und MPSP unregelmäßige Profile direkt zur sofortigen Analyse durch Meta anzeigen können. Darüber hinaus verpflichtete sich das Unternehmen, spezifische Meldemechanismen für das Rights Guarantee System (SGDCA) zu schaffen und die Systeme zur Altersüberprüfung zu verbessern, um zu verhindern, dass eine einfache Selbsterklärung das einzige Zugangskriterium ist.
Strafen und Investitionen
Die Nichteinhaltung der Klauseln führt zu hohen Geldstrafen: 100.000 R$ für jedes Kind oder jeden Jugendlichen in einem nicht gesperrten Profil und 300.000 R$ für andere Verstöße gegen vereinbarte Verpflichtungen. Im Rahmen der Vereinbarung wird der Technologieriese außerdem 2,5 Millionen R$ an Geldern sammeln, die zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bestimmt sind.
Für die beteiligten Staatsanwälte ist die Einigung angesichts der neuen Dynamik des digitalen Arbeitsmarktes ein notwendiger Fortschritt. Meta wurde von der nationalen Presse um eine Stellungnahme zu dem Fall gebeten und berichtete, dass der Raum für eine Positionierung weiterhin offen sei.














