Experten warnen, dass Nierenerkrankungen bis 2050 die fünfthäufigste Todesursache sein werden

Experten warnen, dass Nierenerkrankungen bis 2050 die fünfthäufigste Todesursache sein werden

Der Weltnierentag, der jedes Jahr in der zweiten Märzwoche gefeiert wird, ist ein Alarmsignal für die globale öffentliche Gesundheit. Mit der Prognose, dass chronische Nierenerkrankungen (CKD) bis 2050 die fünfthäufigste Todesursache weltweit sein werden, unterstreichen Experten die Notwendigkeit von Prävention und Frühdiagnose.

In einem Interview betonte die Nephrologin Dr. Jarinne Nasserala, dass CKD durch einen Verlust der Nierenfunktion über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten gekennzeichnet ist. Nach Angaben des Arztes ist die Krankheit unabhängig von Alter, Geschlecht oder Hautfarbe und weist im Anfangsstadium in den meisten Fällen keine Symptome auf.

„Millionen Brasilianer sind von einer chronischen Nierenerkrankung betroffen, die einen Verlust der Nierenfunktion für mehr als drei Monate bedeutet. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit und Nierensteine.

Dr. Jarinne Nasserala mahnt zur Vorsicht mit den Nieren/Foto: Orna Audiovisual

Die Kampagne 2026 konzentriert sich auf den Zugang zu Diagnose: Kreatininmessung und Urintests für alle. „Jeder muss mindestens einmal im Jahr einen Kreatinintest machen. Es handelt sich um einen einfachen Test, der im Basisgesundheitsnetz verfügbar ist und für die Früherkennung der Krankheit unerlässlich ist“, sagt der Arzt.

Obwohl der Körper stumm ist, kann er subtile Signale aussenden, die oft ignoriert oder mit anderen Erkrankungen verwechselt werden, wie z. B. mehrmaliges Aufwachen in der Nacht zum Urinieren, anhaltende Schwellungen an Füßen und Knöcheln, übermäßige Müdigkeit ohne erkennbare Ursache und andere Symptome. „Das sind Symptome, die wir nicht der Niere zuschreiben, aber sie könnten Anzeichen einer chronischen Nierenerkrankung sein“, warnt er.

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Der Nephrologe erklärt, dass CKD mit Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit einhergeht. Darüber hinaus ist eine Vorgeschichte von Nierensteinen ein wichtiger Risikofaktor. Erschwerend kommt hinzu, dass mit dem Fortschreiten einer Nierenerkrankung die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall steigt.

„Zusammen mit chronischen Nierenerkrankungen, Diabetes und Bluthochdruck treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle auf. Das ist eine alarmierende Tatsache, der wir uns bewusst sein müssen. Wir müssen alle genannten Diäten einhalten, um genau dieses Fortschreiten der Krankheit weltweit zu verhindern“, erklärt er.

Die Untersuchung ist für eine frühzeitige Diagnose notwendig/Foto: Orna Audiovisual

Vorbeugung erfordert keine Spitzentechnologie, sondern eine konsequente Änderung des Lebensstils, wie z. B. das Trinken von mindestens 2 Litern Wasser pro Tag, auch in klimatisierten Umgebungen, den Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel, überschüssiges Salz und Zucker, den Verzicht auf Erfrischungsgetränke und übermäßigen Natriumkonsum sowie den Verzicht auf Selbstmedikation mit Amphi-Entzündungsmitteln. Der Arzt empfiehlt außerdem, sich regelmäßig körperlich zu betätigen, um Gewicht und Blutdruck zu kontrollieren.

Chronische Nierenerkrankung in Brasilien

Im Jahr 2025 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Nierenerkrankungen als globale Priorität im Bereich der öffentlichen Gesundheit anerkannt. Dadurch wurde die chronische Nierenerkrankung neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neoplasien, Diabetes und chronischen Atemwegserkrankungen zu einer der sogenannten prioritären chronischen nichtübertragbaren Krankheiten.

In Brasilien ist der Bedarf an Nierentransplantationen größer als bei jedem anderen Organ. Derzeit warten laut Daten von insgesamt 44.759 Menschen in der Warteschlange des National Transplant System (SNT) auf eine Niere.

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