Angeführt von Lionel Messi gelang Argentinien an diesem Dienstag eine Überraschung gegen Ägypten (7), wie es in der Geschichte der K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft selten vorkam.
22 Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit ging das Team von Mohamed Salah in Atlanta (USA) mit 2:0 gegen die Argentinier in Führung. Nach 12 Minuten reduzierte die Albiceleste-Mannschaft in 34 Minuten und glich in 38 Minuten aus.
Cristian Romero erzielte das erste Tor und Messi traf danach. In der Nachspielzeit besiegelte Enzo Fernández das Comeback, das Argentinien den Einzug ins Viertelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft sicherte.
Die Argentinier treffen ebenfalls an diesem Dienstag (7) auf die Schweiz, die Kolumbien im Elfmeterschießen in Vancouver (Kanada) besiegte.
In 23 Weltmeisterschaften – einschließlich der diesjährigen – wurde die Leistung der Argentinier gegen Ägypten sechs Mal wiederholt. In zwei anderen Fällen war der umgekehrte Wert sogar noch höher.
Deutschland und Belgien waren die einzigen Mannschaften, denen mehr als einmal nach einer 0:2-Niederlage das Comeback gelang. Im Fall der Belgier sind die beiden Erfolge neueren Datums: einer in diesem Jahr, in der 1932er-Phase, gegen Senegal; das andere im Jahr 2018, gegen Japan, im Achtelfinale des Turniers. In beiden Duellen siegten die Red Devils mit 3 zu 2.
Vor 56 Jahren erreichten die Deutschen im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Mexiko (1970) das gleiche Ergebnis wie die Belgier, allerdings gegen England. Das erste Mal geschah in der Schweiz (1954), nicht weniger als im Finale des Wettbewerbs gegen das damals favorisierte Ungarn von Ferenc Puskás.
Brasilien feiert in einem WM-Ko-Spiel ein Comeback, nachdem der Gegner einen Vorsprung von zwei Toren hatte: Das geschah vor 88 Jahren in Frankreich. 1938 besiegte die brasilianische Mannschaft Schweden im Kampf um den dritten Platz und schloss mit 4:2 ab.
Zwei Teams konnten in der K.-o.-Runde sogar noch schlechtere Ergebnisse wettmachen: Österreich und Portugal kamen nach einer 0:3-Niederlage in WM-Qualifikationsspielen noch einmal in Rückstand.
Die Episode mit den Österreichern ist mit 12 immer noch das Spiel mit den meisten Toren bei Weltmeisterschaften. Die Schweizer, Gastgeber von 1954, erzielten im Viertelfinalspiel in 19 Minuten drei Tore. Daraufhin begann Österreich zu reagieren und erzielte bis zur 34. Minute der Hinrunde fünf Tore. Der Spielstand endete 7:5 für Österreich.
In einem Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England lagen die Nordkoreaner gegen die Portugiesen gut auf dem Punktestand. Nach dem 3:0 erzielten die Asiaten vier Tore des lusitanischen Stars Eusébio – das sogenannte Pokerspiel – und José Augusto beendete die Niederlage mit 5:3.














