Marokko litt, besiegte Kanada jedoch im ersten Achtelfinalduell der Weltmeisterschaft 2026 an diesem Samstag (4) im Houston Stadium in den Vereinigten Staaten mit 3:0.
Die Kanadier gingen mit einer Strategie der starken Deckung und des Drucks auf den Ball ins Spiel. Das Schema funktionierte so gut, dass es Marokko in der gesamten ersten Halbzeit nur gelang, einen Ball ins Tor zu schießen.
Die Heatmap der Mannschaft zeigt den Druck: Sie spielten den Ball in der Verteidigung, konnten den Angriff aber nicht gut erreichen.
Schwer wiegend war die Verletzung von Saibari, der nach 21 Minuten weinend das Feld verließ. Der Stürmer ist mit drei Toren Marokkos bester Torschütze im Turnier und führte in den letzten Spielen die Angriffsaktionen an.
Die Kanadier setzten die afrikanische Abwehr gut unter Druck, als der Ball losgelassen wurde, und erspielten sich in der 10. Minute durch Oluwaseyi eine gute Chance. Zwei weitere Schüsse kamen aus Eckbällen, ohne große Gefahr.
Daher endete die erste Halbzeit lau, mit wenig Angriff und viel Deckung: Kanada beging in diesem Abschnitt 15 Fouls, im Vergleich zu 5 von Marokko, das es nicht schaffte, so viel zu spielen wie erwartet.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde den Marokkanern auf der rechten Seite des kanadischen Strafraums ein Freistoß zugesprochen. Hakimi passte den Ball zu Ounahi, der ihn zum ersten Mal ungeschützt an der Strafraumgrenze traf und mit dem zweiten Schuss des Teams im gesamten Spiel den ersten Treffer für die Atlas Lions erzielte.
Nach dem Tor änderte sich das Spiel. Die Marokkaner, die den Ballbesitz dominierten, begannen mit dem Konterspiel, während die kanadischen Verteidiger den Ball bewegen mussten, um eine Chance auf ein Unentschieden zu schaffen.
Doch den Gastgebern gelang es nicht, zu drohen. Sie rückten auf dem Feld nach vorne und gaben Marokko genau das, was sie wollten: einen spielentscheidenden Gegenangriff. Talbi stahl den Ball und rannte, bis er zu Brahim Diaz passte, der in den Strafraum eindrang und ihn zu Ounahi rechts vom Elfmeterpunkt weitergab, um erneut zu punkten und den Sieg mit einem tollen Tor zu sichern.
Am Ende beharrte Kanada mit Flanken in den Strafraum, konnte das afrikanische Tor aber kaum gefährden.
Den Afrikanern blieb noch Zeit, den dritten Treffer zu erzielen: Bereits in der Nachspielzeit nutzte Rahimi, Saibaris Ersatzmann, den Konter aus, berührte den kanadischen Torwart und gab dem Spiel den endgültigen Ausgang.
Da nun die Möglichkeit besteht, Saibari zu verlieren, erwartet Marokko um 18 Uhr das Duell zwischen Frankreich und Paraguay, das seinen Gegner im Viertelfinale bestimmt.














