Mit dem Ziel, homophobe Gesänge in mexikanischen Stadien während der Weltmeisterschaft 2026 auszurotten, startete der mexikanische Fußballverband eine Kampagne, an der sich Hugo Sánchez, Javier Aguirre und andere Spieler aus dem Kader der Weltmeisterschaft 1986 beteiligten.
„Das Hallo, ja, der Schrei, nein“ heißt die Kampagne, die Fans dazu ermutigt, ihre Unterstützung zu zeigen, indem sie die „Ola“ ausführen, eine Wellenbewegung durch die Tribünen, die sich bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko als äußerst beliebt erwies.
„Diese Kampagne zielt darauf ab, die Fans dafür zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, die mexikanische Mannschaft mit ‚A Ola‘ zu unterstützen, anstatt dies mit diskriminierenden Gesängen zu tun, die den FIFA-Sanktionen unterliegen“, gab die FMF in einer Erklärung bekannt.
Der diskriminierende Schrei „Eeeeeh, puto“, den mexikanische Fans ausrufen, wenn ein gegnerischer Torwart den Ball wieder ins Spiel bringt, war während des vorolympischen Turniers 2004 erstmals in offiziellen Spielen der Nationalmannschaft zu hören.
Dieser als homophob geltende Ausdruck erlangte während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien Bekanntheit und führte anschließend dazu, dass die FIFA nach dem Spiel gegen Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar (50.000 R$) gegen die FMF verhängte.
Die Kampagne wird aus zwei Phasen bestehen. Die erste, die vom 21. bis 31. Mai läuft, enthält Nachrichten von Mitgliedern des WM-Kaders von 1986, wie Fernando Quirarte und Luis Flores.
In der zweiten Phase, vom 1. bis 30. Juni, werden Hugo Sánchez und Javier Aguirre die Botschaft verstärken.
Die Kampagne wird auf digitalen Plattformen und während der letzten Vorbereitungsspiele der mexikanischen Mannschaft ausgestrahlt: gegen Ghana (22. Mai in Puebla), Australien (30. Mai in Pasadena) und Serbien (4. Juni in Toluca).
Das mexikanische Team wird die Weltmeisterschaft 2026 am 11. Juni im Azteca-Stadion gegen Südafrika eröffnen.
Um das Geschrei zu unterbinden, haben FMF und Concacaf ein dreiphasiges Protokoll für ihre Turniere eingeführt: die Unterbrechung des Spiels, die vorübergehende Entfernung der Spieler in die Umkleideräume und die endgültige Unterbrechung des Spiels.












