Älterer Mann wird intubiert und Familie wird in die Notaufnahme eingeliefert, nachdem er in Rio Branco giftige Früchte konsumiert hat

Vítima sendo socorrida após consumir fruta tóxica em Rio Branco/Foto: ContilNet

Der 69-jährige Oséias de Souza Lima, seine 46-jährige Frau Gelzifran da Silva Lima und ein 13-jähriger Teenager wurden Opfer einer Vergiftung, nachdem sie am Donnerstagabend (26) in einem Wohnhaus in der Rua São José im Viertel Belo Jardim II im zweiten Bezirk von Rio Branco Obst gegessen hatten.

Nach Angaben von Familienangehörigen hatte Hosea zuvor eine im Volksmund „Engelstrompete“ genannte Frucht verzehrt, ohne eine Reaktion zu zeigen. Am Donnerstagabend fand der ältere Mann die Früchte im Garten eines Nachbarn, bat um Erlaubnis, sie entfernen zu dürfen, und nahm sie mit nach Hause, wo er schließlich zusammen mit seiner Frau und dem Teenager das Essen aß.

Minuten nach dem Konsum begannen bei dem Paar Vergiftungssymptome zu zeigen. Ein Nachbar bemerkte die Situation und rief den Mobilen Rettungsdienst an, der zunächst einen Notarztwagen zum Unfallort schickte. Aufgrund des kritischen Zustands von Hoseas, der ein vermindertes Bewusstsein zeigte, wurde auch ein erweitertes Unterstützungsteam angefordert.

Noch während er sich in der Residenz aufhielt, begann er ein Delirium zu verspüren, gefolgt von einem fortschreitenden Bewusstseinsverlust, der schließlich ohnmächtig wurde. Angesichts der Schwere der Erkrankung führte Samus diensthabender Arzt, Bryan Singui, die Intubation durch, um die Atmung des Patienten sicherzustellen. Laut dem Fachmann sind die verzehrten Früchte hochgiftig und können die Funktion des Zwerchfells beeinträchtigen und das Atmen erschweren.

Opfer wird von Sanitätern gerettet/Foto: ContilNet

Gelzifran zeigte auch starke Symptome wie Erbrechen, Delirium, Hörstörungen, Unwohlsein, Schwäche, Kribbeln in den Beinen und Schwindel. Der Teenager, der nur eine kleine Menge der Frucht zu sich nahm, zeigte keine ernsthaften Symptome, wurde jedoch von Ärzteteams behandelt und mit seiner Familie in die Notaufnahme gebracht, wo er zur ärztlichen Beobachtung in die pädiatrische Notaufnahme eingeliefert wurde.

Gesundheitsbehörden warnen die Bevölkerung vor den Risiken des Verzehrs der im Volksmund als Brugmansia bezeichneten Pflanze. Trotz der Verwendung als Zierpflanze in Gärten sind alle Pflanzenteile – Blüten, Blätter und Früchte – hochgiftig und können schwere Vergiftungen verursachen.

Die Pflanze enthält Stoffe wie Scopolamin und Atropin, die direkt auf das Nervensystem wirken. Das Verschlucken kann zu Symptomen wie geistiger Verwirrung, Halluzinationen, Pupillenerweiterung, Tachykardie, Erbrechen und in schwerwiegenderen Fällen zu Krämpfen und Todesgefahr führen.

Experten erklären, dass viele Menschen Teile der Pflanze aus Neugier oder weil sie glauben, dass sie medizinische oder halluzinogene Wirkungen haben, zu sich nehmen, was ein großes Gesundheitsrisiko darstellt. Auch Kinder und Haustiere können Opfer einer versehentlichen Vergiftung werden.

Die Behörden empfehlen, keinen Teil der Engelstrompete zu verzehren und Kinder sollten den Kontakt mit der Pflanze meiden. Bei Verschlucken oder Verdacht auf eine Vergiftung empfiehlt es sich, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Experten betonen außerdem, wie wichtig es ist, Familie und Nachbarn auf die Risiken der Pflanze aufmerksam zu machen, insbesondere wenn sie in Häusern oder öffentlichen Räumen vorhanden ist.

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