Es war Zufall, dass Lionel Messi an diesem Sonntag (19.) im Finale dieser Weltmeisterschaft in den USA eine Niederlage erlitt, im selben Stadion, in dem der argentinische Star vor zehn Jahren nach einer weiteren Niederlage seinen Rücktritt erklärte.
Bei seinem wahrscheinlichen Abschied von der Albiceleste-Mannschaft erschien der Stürmer von Inter Miami nur wenig auf dem Feld und zeigte eine zaghafte Offensive. Es war der Ton seiner Mannschaft, die sich nicht auf den Ballbesitz konzentrierte und sich bei Torwart Dibu Martínez dafür bedankte, dass er Spanien daran gehindert hatte, mehr Tore zu erzielen als das, das Ferran Torres in der Verlängerung erzielte.
Messi hat es geschafft, wenig zu produzieren. Der Argentinier glänzte weder mit Pässen, noch erspielte er sich klare Torchancen. In der zweiten Hälfte kam es zu Spannungen auf dem Feld.
Der Platzverweis von Enzo Fernández löste Empörung bei der Nummer 10 aus, die mit dem Schiedsrichter stritt und sich auch mit dem Spanier Marc Cucurella nicht einig war. Messi forderte sogar den Platzverweis für den Außenverteidiger, weil er sich den Mund zuhielt, um etwas zu sagen.
Nach einem beeindruckenden Turnier mit überraschenden Ergebnissen, ausnahmslos in den letzten Minuten, konnte der argentinische Kapitän das Kunststück im wichtigsten Spiel der Weltmeisterschaft nicht wiederholen. Tatsächlich blieb es weit hinter den Erwartungen zurück.
Im selben Stadion in East Rutherford gab der in Rosario geborene Star vor zehn Jahren bekannt, dass er nach einer frustrierenden Copa-América-Niederlage gegen Chile im Elfmeterschießen aus der argentinischen Nationalmannschaft zurücktreten werde. Wie wir wissen, ist er zurückgegangen.
Als er das Feld betrat, wurde Messi der älteste Feldspieler, der jemals an einem WM-Finale teilnahm, und übertraf damit den Schweden Gunnar Gren, der 1958 im Alter von 37 Jahren im Finale gegen Brasilien spielte. (Wenn alle Positionen berücksichtigt werden, bleibt der Rekord beim italienischen Torhüter Dino Zoff, der 40 Jahre alt war, als er 1982 in einem Finale spielte.)
In einem Beitrag auf seinem offiziellen Instagram-Profil am Vorabend des Finales sprach der Torschützenkönig über den Stolz der Mannschaft. „Das Schönste an all diesen Jahren waren nie nur die Titel, sondern der Weg“, schrieb er. „Mit dieser Gruppe den Alltag teilen, gemeinsam an Wettkämpfen teilnehmen, in jedem schwierigen Moment aufstehen und jeden Schritt genießen.“














