Nachdem England in der ersten Runde Kroatien besiegt und mit gutem Fußball begeistert hatte, stoppte England bei der Weltmeisterschaft 2026 in der zweiten Runde der Gruppe L im Boston Stadium in Massachusetts in den USA erneut mit einem 0:0-Unentschieden gegen Ghana. Es ist das vierte torlose Unentschieden des Turniers.
Das Spiel hat bereits verkürzt begonnen. Während England ununterbrochen den Ball spielte, blockierte Ghana mit intensivem Pressing das Abwehrfeld. Die Afrikaner traten mit drei Mittelfeldspielern in der Mitte an, was dazu beitrug, den Zugang der Europäer dort zu behindern. Der englische Star Bellingham war einer derjenigen, die unter Ballberührungen am meisten zu leiden hatten.
Die besten Chancen der Engländer hatte Stürmer Madueke, der sich auf dem rechten Flügel isolierte, um im Spielverlauf Veränderungen zu erzielen und zu versuchen, in den Strafraum einzudringen. Doch Linksverteidiger Gideon Mensah konnte die meisten Zweikämpfe im Strafraumeck für sich entscheiden.
Carlos Queiroz, Ghanas portugiesischer Trainer, ist dafür bekannt, effektive Rebounds vorzubereiten. Sie setzten also auf Konter, doch in der ersten Halbzeit gelang es der Mannschaft nicht, einen zu landen, sodass die ersten 45 Minuten ohne Abschluss blieben.
Bis zum Ende der ersten Halbzeit tauschten die Engländer 347 Pässe aus, während es bei den Ghanaern nur 98 waren. Der starke Rebound irritierte England: Bellingham ging in der Halbzeitpause raus und stritt sich mit dem gegnerischen Trainer.
Als der Zweite zurückkam, ging das Spiel eintönig weiter. Die Engländer verloren an Stärke und Ghana begann, ohne große Gefahr, einige Gegenangriffe zu starten.
In der 19. Minute nahm Trainer Thomas Tuchel aus England seine ersten Auswechslungen vor: Er ersetzte Saka, der nach einem Achillessehnenproblem körperlich immer noch anfällig war, für Madueke.
In der 33. Minute der zweiten Halbzeit ergab sich eine gute Torchance: Der Ghanaer Adu erhielt einen Wurf und schaffte es, in den Bereich vor dem Tor einzudringen. Der Engländer Konsa blockt und bringt den Angreifer zu Fall, dem es noch am Boden gelingt, auf das Tor zu schießen. Doch der Ball trifft Semenyo, einen weiteren ghanaischen Angreifer, der das Spiel verfolgte und vor dem Tor stehen blieb, in einer Abseitsposition.
Und erst in der 41. Minute wurde das Spiel richtig hitzig. Als alle müde waren, tauchten auf beiden Feldern Leerzeichen auf. Die Engländer nutzten die Gelegenheit, um Flanken in den Strafraum zu schicken, und bei einer davon köpfte Linksverteidiger O’Reilly den Ball gegen die Latte. Beim Abprall isolierte Harry Kane, direkt vor dem Tor, den Ball.
Dann kam es zu einem Fest der Eckbälle für die Engländer, die es nicht schafften, den Führungstreffer zu erzielen.
Während ihr Debüt gegen die Kroaten als eines der besten Spiele der Weltmeisterschaft galt, war das Unentschieden gegen Ghana eines der bislang am stärksten eingeschränkten.














