Der Serbe Slavko Vincic, ein umstrittener Name im internationalen Schiedsrichterwesen, wurde ausgewählt, um das Debütspiel der brasilianischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 gegen Marokko am Samstag um 19 Uhr im New York/New Jersey-Stadion in den USA zu leiten.
Trotz seiner angeblich zufälligen Verwicklung in einen Fall von Prostitution, Drogen- und Waffenhandel gilt er als einer der wichtigsten Schiedsrichter der UEFA, der Organisation, die den europäischen Fußball kontrolliert.
Vincic, 46, leitete das Finale der Champions League, dem wichtigsten europäischen Wettbewerb, im Jahr 2024, als Real Madrid aus Spanien in London Borussia Dortmund aus Deutschland besiegte.
In diesem Jahr war er Schiedsrichter im Viertelfinalspiel in München, wo die Bayern Real Madrid mit 4:3 besiegten, aber aus der Champions League ausschieden.
Die Kontroverse um den Schiedsrichter ereignete sich im Jahr 2020, als er sich auf Geschäftsreise in Bosnien und Herzegowina befand. Der Richter wurde von der Polizei zusammen mit Dutzenden anderen Menschen auf einem Bauernhof festgenommen, wo wegen Prostitution, Drogen- und Waffenhandel ermittelt wurde.
Er wurde schließlich nur als Zeuge vernommen und behauptete, er sei zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. „Ich habe meine eigene Firma, ich war zu einem Geschäftstreffen in Bosnien und Herzegowina. Ich habe eine Einladung zum Mittagessen angenommen, was sich letztendlich als mein größter Fehler herausstellte. Ich saß mit meinen Partnern am Tisch, plötzlich kam die Polizei und es passierte, was passierte. Wir wurden auf der Polizeistation befragt und nachdem wir gesehen hatten, dass wir nichts mit dem Fall zu tun hatten, wurden wir schließlich freigelassen“, erklärte der damalige Schiedsrichter in einem Interview mit der lokalen Presse.
Der Fall beeinträchtigte seinen Ruf bei der UEFA und nicht einmal bei der FIFA nicht so sehr, dass er für eine weitere Weltmeisterschaft nominiert wurde.














