Surfer feiern Rückkehr der „Münchner Welle“ – 11.05.2026 – Sport

Das Surfen sei auf Münchens berühmter Welle wieder erlaubt, verkündete der neue Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt nach monatelangen Kontroversen um die Ausübung des Sports auf dem Eisbach im Park Jardim Inglés.

Allerdings dürfen sich nur erfahrene Surfer in die Wellen wagen, heißt es in einer Verordnung, die der grüne Oberbürgermeister Dominik Krause am Freitag (8), Stunden nach der Bildung einer neuen kommunalen Regierungskoalition, erlassen hat.

„Surfen auf dem Eisbach gehört zum Münchner Lebensstil, die Eisbachwelle ist ein Wahrzeichen der Stadt“, sagte Krause. Die Verordnung erlaubt „geübten und erfahrenen Flusssurfern“, dort „auf eigene Gefahr“ bis 22 Uhr zu surfen

„Wir sind glücklich, erleichtert und zutiefst dankbar, dass dieser Ort wieder zum Leben erwacht“, sagte der Münchner Surfclub auf seinem Instagram-Profil. „Aber niemand sollte diesen Moment für sich beanspruchen“, fügte er hinzu und betonte, dass die Welle auf natürliche Weise zurückgekehrt sei und nicht den Politikern zu verdanken sei.

Neue Regeln nach tödlichem Unfall

Die Regeln legen auch Maßnahmen wie die obligatorische Verwendung einer Sicherheitsleine fest, die sich bei starker Spannung automatisch löst, um zu verhindern, dass Surfer von der Strömung unter Wasser gezogen werden.

Genau das war die Ursache für den Unfall, der letztes Jahr zum Ende der Welle führte. Der Zugang zur Welle war Anfang 2025 für mehrere Monate gesperrt, nachdem eine 33-jährige Frau beim nächtlichen Surfen gestorben war und ihre Lebensleine im Grund der Strömung hängen geblieben war.

Im April 2025 war das Surfen kurzzeitig wieder erlaubt, wurde aber vom vorherigen Bürgermeister erneut verboten, damit der Fluss gereinigt werden konnte.

Die Welle verschwand jedoch Ende Oktober nach Reinigungs- und Entwässerungsarbeiten plötzlich und tauchte erst vor wenigen Wochen wieder auf. Einige Surfer haben sich bereits an das illegale Surfen gewagt, da die Behörden in Eisbach noch keine Genehmigung für die Ausübung des Sports erteilt hatten.

Als die Welle verschwand, veranstalteten wütende Surfer Demonstrationen und versuchten, die Attraktion wiederherzustellen, indem sie einen Balken ins Wasser legten, der jedoch von den Behörden entfernt wurde.

„Mutter aller Flusswellen“

Die sogenannte „Eisbachwelle“ ist ein Muss für Surfliebhaber in der süddeutschen Stadt und einer der angesagtesten Spots im Sommer. Die Welle im künstlichen Isarkanal ist seit den 1980er Jahren eine Touristenattraktion in der bayerischen Landeshauptstadt.

Die von SurferToday.com als „Mutter aller Flusswellen“ bezeichnete Welle wurde 1972 von Surfern geschaffen, die Betonblöcke in das Bachbett legten, um eine starke Strömung zu erzeugen.

Das Surfen dort wurde erst Jahrzehnte später, im Jahr 2010, offiziell erlaubt, als die Welle bereits berühmt war.

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