In Deutschland sind 6,7 % der Bevölkerung von Angststörungen betroffen. Dies ist ein ebenso weit verbreitetes wie trauriges Problem. 35,6 % der deutschen Bevölkerung leiden unter verschiedenen psychischen Problemen, wobei Angststörungen in der primären Gesundheitsversorgung am häufigsten auftreten, gefolgt von Schlafstörungen und Depressionen, die in den letzten Jahren eine steigende Tendenz aufweisen.
In Deutschland sind laut Angaben des Gesundheitsministeriums 6,7 % der Bevölkerung von Angststörungen und 4,1 % von Depressionen betroffen. Angesichts dieser Situation schlug die Expertin einen fünfstufigen Leitfaden zur Überwindung von Ängsten vor, indem Selbstkritik in einen gesunden inneren Dialog umgewandelt und so „mit sich selbst gut gesprochen” wird.
Insbesondere basiert es darauf, dass dieser Dialog mit sich selbst die psychische Gesundheit, die Entscheidungsfindung und die Art und Weise, wie man die Realität interpretiert, beeinflusst: wie man mit Fehlern, Alltagsstress, persönlichen Konflikten und Unsicherheiten umgeht. Daher rät sie von einem zu selbstkritischen Ton ab, der bei vielen Menschen unbemerkt bleibt, aber „letztendlich das Selbstwertgefühl untergräbt, Stress und Ängste verstärkt und die Regulierung von Emotionen erschwert”.
Fünf Schritte
Der erste Schritt besteht darin, täglich unsere gewohnten Redewendungen zu notieren und uns zu fragen, ob wir so mit uns selbst sprechen, wie wir mit jemandem sprechen würden, den wir lieben. Der zweite Schritt besteht darin, aufzuschreiben, was unsere „kritische Stimme“ sagt, und ihr mitfühlend, aber realistisch zu antworten, wie es ein Freund tun würde. Der dritte Schritt besteht darin, unsere negativen Gedanken zu beobachten und eine realistischere Alternative vorzuschlagen, ohne unsere Gefühle zu leugnen, aber harte Interpretationen zu vermeiden.
Der vierte Schritt besteht darin, unsere harten inneren Botschaften durch andere, freundlichere zu ersetzen, ohne uns selbst zu täuschen (z. B. „Ich bin dabei, zu lernen” statt „Ich bin zu nichts zu gebrauchen”). Und der letzte, fünfte Schritt besteht darin, dies täglich durch kleine Gewohnheiten zu festigen, wie visuelle Erinnerungen, „Anker”-Sätze, Selbstmitgefühlsübungen oder kurze Meditationen.
Der Psychologe betont, dass jeder von uns mehr ist als nur seine Gedanken: „Wenn wir lernen, sie zu kontrollieren und trotz ihnen zu handeln, wird unser innerer Dialog zum Motor unseres Wohlbefindens.“















