FBI ermittelt gegen AFA wegen Geldwäscheverdachts – 08.07.2026 – Sport

Das FBI und die US-Bundesbehörden untersuchen Finanzbewegungen der AFA (Argentinischer Fußballverband) auf amerikanischem Territorium, da der Verdacht auf Betrug oder Geldwäsche durch das Finanzsystem des Landes besteht. Die Informationen stammen von der argentinischen Zeitung La Nación, die Personen mit Kenntnissen über den Fall interviewt hat, die sich lieber nicht ausweisen wollten.

Laut der Zeitung hörten amerikanische Behörden letzte Woche den argentinischen Geschäftsmann Guillermo Tofoni, CEO von World Eleven, einem der Unternehmen in Argentinien, das über eine FIFA-Lizenz zur Organisation internationaler Freundschaftsfußballspiele verfügt. Die Aussage erfolgte per Videokonferenz, die etwa drei Stunden dauerte, heißt es im La Nación-Bericht.

Amerikanische Ermittler suchen nach Zeugen, die Kenntnisse über das Management von Claudio „Chiqui“ Tapia und Pablo Toviggino an der Spitze von AFA und TourProdEnter LLC haben, einem Unternehmen im Besitz des Theaterproduzenten Javier Faroni, das den Erhalt der internationalen Handelsverträge des Unternehmens verwaltete.

Nach Angaben der Zeitung erwägen die Ermittler auch die Vorladung ehemaliger Mitglieder der Regierung des argentinischen Präsidenten Javier Milei, die Zugang zu Informationen über die AFA hatten oder in den letzten Jahren an der Geschäftstätigkeit des Unternehmens beteiligt waren oder diese überwachten oder beaufsichtigten.

La Nación behauptet, Zugang zu Dokumenten gehabt zu haben, die darauf hinweisen, dass Tofoni sowie Faroni und seine Frau Erica Gillette mindestens Hunderte Millionen Dollar über Konten bei Citibank, Synovus, Bank of America, JPMorgan und PNC Bank bewegt haben.

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