Die überraschende Kampagne der paraguayischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 erweckte den Stolz der Fans wieder zum Leben und füllte die Straßen des Landes mit den Farben Rot, Weiß und Blau.
Das Team des argentinischen Trainers Gustavo Alfaro qualifizierte sich als Sechster (letzter direkter Platz) der Südamerika-Qualifikation für die Weltmeisterschaft und startete mit einer deutlichen 1:4-Niederlage gegen die USA in das Turnier. Doch was wie eine melancholische Teilnahme erschien, verwandelte sich schnell in Euphorie.
Der Höhepunkt war das unwahrscheinliche Ausscheiden Deutschlands am vergangenen Montag (29). Das Ergebnis, das im Elfmeterschießen nach einem 1:1-Unentschieden in der regulären Spielzeit erzielt wurde, gab den Fans Hoffnung auf den Sieg gegen Frankreich an diesem Samstag (4).
Das Land wusste jedoch, dass es eine Herausforderung sein würde, das Kunststück zu wiederholen. Die Mannschaft spielte ein hartes Spiel, unterlag aber am Ende mit 0:1, wobei Mbppé ein Elfmetertor erzielte.
„Frankreich, der nächste Koloss, der gestürzt wird“, war am vergangenen Mittwoch (1.) auf der Titelseite von La Nación, einer der größten Zeitungen des Landes, zu lesen. Am Tag zuvor hatte die europäische Mannschaft Schweden mit 3:0 besiegt – das schlimmste Szenario für die Südamerikaner, die hofften, dass eine weitere Überraschung sie vor dem Spiel gegen den Vizemeister von 2022 bewahren würde.
Trotzdem waren die Straßen voller Artikel des Albirroja-Teams, wie das paraguayische Team genannt wird, und warteten auf eine weitere Party.
Am Montag ließ der Sieg im Elfmeterschießen die Fans auf den Straßen der Hauptstadt etwas feiern, das wie ein Weltmeistertitel aussah.
Die Katharsis macht Sinn: Paraguay nahm an neun der 23 Ausgaben des Turniers teil, erreichte aber nur in vier das Achtelfinale. Frankreich zu besiegen würde bedeuten, ihre beste Saison zu wiederholen, als sie 2010 in Südafrika das Viertelfinale erreichten.
Nach diesem Kunststück gelang es der Mannschaft 16 Jahre lang nicht, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, was auch den Zustand der Ekstase erklärt, der die Nation im Spiel gegen Deutschland erfasste.
Es wäre schwer vorherzusagen, was passieren würde, wenn der Nachbar gewinnen würde. Das Ausscheiden Deutschlands bescherte ihnen einen Feiertag, der am Montagabend von Santiago Peña angekündigt wurde. „Paraguay gibt niemals auf! Verdammter Feiertag!“, schrieb der Präsident damals in Fettdruck auf seinem X-Account.
Am folgenden Tag ließ er sich die Gelegenheit nicht entgehen, das Thema bei einem Treffen mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul beim Mercosur-Gipfel in Asunción anzusprechen.
„Tausend Entschuldigung für das Spiel gestern Abend“, sagte er.














