Die weit verbreitete Verwendung von Glitzerpuder in Kosmetika, bei Festen und in Dekorationen beunruhigt Wissenschaftler und führt zur Verabschiedung internationaler Rechtsvorschriften, nachdem er laut einer Analyse von Forbes und National Geographic als langlebiger Umweltabfall eingestuft wurde.

Glitzer, der als Mikroplastik gilt, gibt aufgrund seiner Auswirkungen auf die Umwelt und seiner Langlebigkeit auf dem Planeten Anlass zur Sorge.
Glitzer, der bei Festen, in Kosmetika und im Handwerk verwendet wird, ist aufgrund seines Status als Mikroplastik und seiner Langlebigkeit in der Umwelt Gegenstand einer internationalen Umweltdebatte geworden.
Laut Berichten von Forbes und National Geographic stellt das kürzlich beschlossene Verbot der Europäischen Union ab Ende 2023 einen Fortschritt im Kampf gegen die Verschmutzung durch Mikroplastik dar, auch wenn die Diskussion über Lösungen noch lange nicht abgeschlossen ist.
Herkunft, Zusammensetzung und weltweite Verbreitung
Seit Jahrtausenden sind Menschen von Glitzer fasziniert: Zivilisationen wie die Maya verwendeten Glimmer zur Verzierung von Gemälden und Gräbern. Heute wird synthetischer Glitzer hauptsächlich aus Kunststoff und Aluminium in Form von Partikeln mit einer Größe von weniger als fünf Millimetern hergestellt, wodurch er als Mikroplastik klassifiziert wird.
Die synthetische Zusammensetzung von Glitzerpartikeln auf Kunststoff- und Aluminiumbasis, die in Festtagsdekorationen und Dekorationen verwendet werden, stellt aufgrund ihrer Beständigkeit und Verbreitung in der Umwelt ein ökologisches Problem dar.

In der Regel besteht es aus einem Kunststoffkern, einer reflektierenden Schicht und einer Kunststofffolie sowie giftigen chemischen Zusätzen, die seine Farbe und seinen Glanz verstärken. Diese Zusammensetzung erleichtert das Ablösen und die Beweglichkeit, sodass sich die Glitzerpartikel in der Luft, im Wasser und praktisch in allen Teilen der Welt verteilen können.
Die Glitzerpartikel zerbrechen in noch kleinere Fragmente und können so in Zellen eindringen, biochemische Prozesse stören und sich in Organismen der Nahrungskette anreichern. National Geographic warnte, dass Mikroplastik in der Antarktis, im Ärmelkanal und im menschlichen Körper, einschließlich der Plazenta und der Blutgefäße, gefunden wurde.
Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit
Die Auswirkungen von Glitzerpartikeln auf Ökosysteme sind sehr bedeutend. Ihre Anwesenheit in Meeres- und Landumgebungen behindert das Wachstum von Phytoplankton und Zooplankton, Organismen, die eine Schlüsselrolle in der Nahrungskette und der Sauerstoffproduktion spielen.
Hohe Konzentrationen von Mikroplastik können die inneren Organe von kleinen Fischen und Zooplankton schädigen und das Eindringen von Viren und pathogenen Mikroorganismen erleichtern.
Mikroplastik aus Glitzerpartikeln wurde in der Antarktis, im Ärmelkanal und in menschlichen Organen wie der Plazenta und den Blutgefäßen gefunden.
Bei Landtieren wurde Mikroplastik im Magen-Darm-Trakt von Schlangen, Vögeln und Vieh gefunden, und in aktuellen Studien wurde es mit Herz- und Entzündungskrankheiten beim Menschen in Verbindung gebracht.
Von Forbes befragte Experten schätzen, dass jeder Mensch pro Jahr zwischen fünf Gramm und 121.000 Mikrokunststoffpartikel verschlucken kann. Das direkte Auftragen von Glitzer auf die Haut, insbesondere in Kosmetikprodukten, erhöht das Risiko, diese Partikel aufzunehmen und einzuatmen.
Biologisch abbaubare Alternativen und bevorstehende Herausforderungen
Die wachsende Besorgnis hat zur Entwicklung von Alternativen geführt, wie beispielsweise biologisch abbaubarer Glitzer auf der Basis von Pflanzenzellulose, Maniok und Glimmer. Das Unternehmen Bioglitter, ein Pionier auf diesem Gebiet, stellt Glitter her, der unter geeigneten Bedingungen innerhalb von vier bis sechs Wochen zu Wasser, Kohlendioxid und Biomasse zerfällt. Diese Alternativen sollen für Glanz sorgen, ohne auf unbestimmte Zeit in der Umwelt zu verbleiben.
Studien zu den Auswirkungen umweltfreundlicher Alternativen haben jedoch zu gemischten Ergebnissen geführt. Einige vorläufige Studien haben gezeigt, dass Glitter aus Zellulose und Glimmer das Wachstum bestimmter Wasserpflanzen beeinträchtigen kann, während andere Studien einen geringeren Einfluss auf Cyanobakterien belegen.
Es gibt umweltfreundliche Alternativen wie biologisch abbaubarer Glitzer auf Zellulose-, Maniok- oder Glimmerbasis, deren Auswirkungen auf die Umwelt jedoch noch untersucht werden.
Ökotoxikologische Untersuchungen zu neuen Alternativen werden fortgesetzt und sind von entscheidender Bedeutung, um nicht ein Problem durch ein anderes zu ersetzen.
Verbote und individuelle Maßnahmen
Das Verbot von Glitzer hat sich über Europa hinaus ausgeweitet und umfasst Festivals wie Burning Man in den USA sowie Veranstaltungen in Neuseeland und Großbritannien. Dennoch wird Glitzer weiterhin auf vielen Märkten, Festen und im Alltag verwendet.
National Geographic und Forbes sind sich einig, dass Glitzer zwar im Vergleich zu anderen Mikroplastikarten nur in geringen Mengen vorkommt, die Auswirkungen jedoch in der Regel freiwillig und leicht vermeidbar sind.
Die Reduzierung der Verwendung von Glitzer und dessen verantwortungsvolle Entsorgung sind individuelle Maßnahmen, die in Verbindung mit staatlichen Maßnahmen die Verschmutzung durch Mikroplastik verringern und zum Schutz der biologischen Vielfalt und der öffentlichen Gesundheit beitragen können.
Obwohl einige Regionen Glitzer vom Markt genommen haben, bleibt das globale Problem bestehen und unterstreicht die Bedeutung der Suche nach nachhaltigen und sicheren Lösungen.














