Psychologen sind sich einig, dass Dankbarkeit dabei hilft, Lebenserfahrungen aus einer ruhigeren Perspektive zu integrieren.

Das Jahresende geht in der Regel mit inneren Berechnungen und gemischten Gefühlen einher, die während der Weihnachtszeit noch verstärkt werden. Zwischen Feiern, Verpflichtungen und sozialen Erwartungen gehen viele Menschen mit größerer emotionaler Anspannung an diese Tage heran, als sie zugeben. In der Psychologie gibt es ein einfaches Ritual, das hilft, das Jahr mit mehr Gelassenheit zu beenden: ein bewusstes Dankbarkeitsritual.
Es geht nicht darum, positive Phrasen zu wiederholen oder eine optimistische Sicht auf das Erlebte zu erzwingen. Dieses Ritual bietet etwas viel Tieferes und Realistischeres: anzuerkennen, was selbst in einem schwierigen Jahr bedeutungsvoll war, und diesem einen emotionalen Platz einzuräumen, bevor man ein neues Jahr beginnt.

Ein Ritual für eine ehrlichere Wiedervereinigung.
Dankbarkeit ist nicht nur ein emotionales Konzept, sondern auch ein kognitiver Prozess. Wenn sie bewusst praktiziert wird, aktiviert sie Bereiche des Gehirns, die mit der Regulierung von Emotionen verbunden sind, reduziert Stress und fördert eine ausgewogenere Wahrnehmung des eigenen Lebens. Daher ist das Jahresende ein besonders geeigneter Zeitpunkt für ein solches psychologisches Ritual.
Das von Experten empfohlene Ritual der Dankbarkeit zu Weihnachten basiert auf einer schriftlichen und reflektierenden Übung, die allein und ohne Eile durchgeführt werden sollte. Der erste Schritt besteht darin, sich eine ruhige Zeit zu nehmen, vorzugsweise am Abend, wenn der Tag bereits zu Ende ist.
Ziehen Sie Bilanz darüber, was Sie im vergangenen Jahr gelernt haben.
Dann wird empfohlen, drei Dinge aus dem vergangenen Jahr aufzuschreiben, für die Sie dankbar sind. Das müssen nicht unbedingt große Erfolge sein: Es können Menschen sein, die Ihnen zur Seite standen, schwierige Entscheidungen, die Sie geschützt haben, oder sogar Lehren, die Sie aus schwierigen Situationen gezogen haben.
Dieses Ritual beinhaltet einen Schritt, den viele Menschen gerne vermeiden: anzuerkennen, was schwierig war. Psychologen raten, eine schmerzhafte Erfahrung dieses Jahres aufzuschreiben und dann zu notieren, was Sie daraus gelernt haben oder welche inneren Ressourcen Sie eingesetzt haben, um sie zu überwinden. Das zu benennen, was schmerzhaft war, und das, was Sie unterstützt hat, vermittelt ein tiefes Gefühl der inneren Harmonie.
Die Fähigkeit, anzuerkennen, was schwierig war, um mit Beständigkeit nach vorne zu schauen.
Das Ritual endet mit einer symbolischen Geste: Lesen Sie das Geschriebene laut vor und bewahren Sie das Papier dann an einem besonderen Ort auf oder zerreißen Sie es bewusst. Beide Optionen sind akzeptabel und hängen von der persönlichen Bedeutung ab, die Sie dem Abschluss beimessen möchten.
Dieser Akt hilft dem Gehirn, einen Wendepunkt zu markieren, was von grundlegender Bedeutung ist, um die Vorfreude auf das neue Jahr zu verringern. Weihnachten suggeriert normalerweise eine Erzählung von ständigem Glück, die nicht immer der emotionalen Realität entspricht. Die Praxis dieses Dankbarkeitsrituals ermöglicht es, sich von diesem Druck zu befreien und eine ehrlichere Gelassenheit zu erlangen.














