Japan trat im Spiel an diesem Montag (29.) gegen Brasilien mit einer anderen Strategie an als in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft.
In keinem ihrer ersten drei Spiele spielten die Japaner so tief wie im Duell gegen die brasilianische Mannschaft, auch nicht gegen die starken Niederlande.
Sie gingen mit einer Reihe von fünf Verteidigern ins Spiel und verpflichteten Verteidiger Tomiyasu, Ex-Arsenal, vor allem, um Vinicius Junior zurückzuhalten.
Außerdem ließen sie nur sehr wenig Platz zwischen der Verteidigung und der Grundlinie – was für Vinicius im Spiel gegen Haiti ein großes Problem darstellte – und vermied es, viele Pässe im Verteidigungsfeld abzutauschen – durch Fehler dort verlor Schottland die Bälle für die ersten beiden Tore Brasiliens im letzten Spiel.
Manchmal gaben die Japaner den Ball absichtlich weg und warteten darauf, zu verteidigen und schließlich zum Gegenangriff überzugehen. Interessanterweise nutzten sie dagegen die wichtigste strategische Waffe des Teams: den Gegenangriff.
Sano erzielte den ersten Treffer, nachdem er am Ende des Spiels einen Fehlpass von Danilo abfing und den Ball an die Strafraumgrenze trug, von wo aus er schoss.
Die Nachhut war eine drastische Veränderung im Vergleich zu dem, was die Japaner in der Gruppenphase machten, als sie einen größeren Teil der rechten Spur des Angriffsfeldes besetzten.
JAPAN IN DER GRUPPENPHASE
JAPAN GEGEN BRASILIEN
Es ist die gleiche Taktik, die die Belgier und Kroaten bei vergangenen Weltmeisterschaften angewandt haben, um Brasilien auszuschalten. Somit stand die Mannschaft vor der Schwierigkeit, Gegenangriffe zu schaffen.
Man kann sagen, dass es sich angesichts der Ko-Umstände und der technischen Unterschiede zwischen den beiden Teams um eine offensichtliche Änderung handelt. Dass diese Art von Spielen Brasilien bei den letzten Weltmeisterschaften das Leben so schwer macht, auch über die Ausscheidungen hinaus, etwa in den Spielen gegen die Schweiz (2018 und 2022) und Costa Rica (2018) sowie 2014 gegen Chile, lässt sich aber kaum als Zufall einstufen.
Andere Teams leiden nicht so sehr unter Rückschlägen. Argentinien beispielsweise besiegte im Halbfinale dasselbe Kroatien, das 2022 Brasilien besiegte.
Dieses Mal überwand Brasilien den Rückschlag mit Kopfballspielen und einem Rettungswurf von Bruno Guimarães. Es bleibt abzuwarten, ob Brasilien auf dem Weg noch weitere Hürden überwinden muss.














