Pflege von Orchideen, die die Blüte fördert. An den Trieben bilden sich Knospen, die Blätter vergilben nicht mehr

Orchideen verkümmern oft im Winter – ihre Blätter vergilben, die Triebe vertrocknen und die Pflanze blüht nicht mehr. Manchmal ist dies eine natürliche Reaktion auf kürzere Tage und trockene Luft. Die richtige Pflege und natürliche Düngemittel wie Knoblauchlösung oder eine Mischung aus Zitrone und Honig helfen der Orchidee, wieder zu Kräften zu kommen. Erfahren Sie, wie Sie die Orchidee zur erneuten Blüte anregen und ihr gesundes Aussehen zurückgeben können.

Warum welken Orchideen im Winter?

Orchideen, die zu Hause gezüchtet werden, stammen meist aus den feuchten, warmen tropischen und subtropischen Wäldern Südostasiens, Mittel- und Südamerikas sowie Afrikas. In der Natur wachsen sie als Epiphyten auf Bäumen in Gebieten mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, konstanten und positiven Temperaturen und diffusem Licht unter den Baumkronen.

Aufgrund ihrer Herkunft benötigen die meisten beliebten Orchideenarten und -sorten (z. B. Phalaenopsis) in Innenräumen eine hohe Luftfeuchtigkeit – zwischen 50 und 70 %. In beheizten Räumen ist die Luft im Winter oft trocken, was zu Schrumpfung der Blätter und Austrocknung der Wurzeln führt. Daher ist es in dieser Zeit so wichtig, die Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen herum zu erhöhen, beispielsweise mit Luftbefeuchtern, Untersetzern mit Kieselsteinen oder durch die gruppierte Anordnung der Pflanzen.

Mit der Heizperiode ist noch ein weiterer ungünstiger Faktor verbunden – erhöhte Temperaturen. Orchideen fühlen sich bei etwa 20 °C am Tag am wohlsten, nachts kann die Temperatur um 3-5 °C sinken – wichtig ist, dass sie nicht unter 15 °C fällt. Ein Absinken der Temperatur unter diesen Grenzwert oder eine Überhitzung der Pflanze, insbesondere bei niedriger Luftfeuchtigkeit, schwächen sie schnell, verzögern die Blüte und fördern die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge.

Wie kann man die Blüte einer Orchidee anregen?

Pflege von Orchideen, die die Blüte fördert. An den Trieben bilden sich Knospen, die Blätter vergilben nicht mehr
Orchideen

Um die Blüte einer Orchidee anzuregen, müssen zunächst die oben beschriebenen Bedingungen geschaffen werden, die den natürlichen Bedingungen so nahe wie möglich kommen. Zusätzlich kann die Pflanze mit hausgemachten Düngemitteln gestärkt werden, um ihre Regeneration zu unterstützen und die Blüte anzuregen.

  • Dünger aus Knoblauch

Stärkt die Wurzeln und fördert die Blüte, schützt außerdem vor Schädlingen und Pilzbefall. Es reicht aus, 4 große Knoblauchzehen zu schälen und zu zerdrücken, damit der Saft austritt, und dann 1 Liter warmes Wasser hinzuzufügen. Das Ganze muss einen Tag lang an einem warmen und dunklen Ort stehen bleiben und dann durch ein Sieb gefiltert werden. Mit der erhaltenen Flüssigkeit kann man die Orchidee einmal im Monat gießen – am besten, indem man den Topf 20-30 Minuten lang eintaucht.

  • Dünger aus Zitrone und Honig

Versorgt die Pflanze mit Vitamin C, E, K und B-Vitaminen sowie Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Der Dünger säuert den Boden zusätzlich an (pH 5,5-6,5) und verbessert so die Nährstoffaufnahme. Es reicht aus, einen Teelöffel Honig, Zucker und Zitronensaft in einem halben Glas warmem Wasser aufzulösen. Die erhaltene Mischung kann in die Blätter der Orchidee eingerieben werden. Alternativ können Sie einige Tropfen Sirup in Wasser geben und die Orchideen alle zwei Wochen damit gießen.

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