Die Ukraine stellt die Neutralität russischer Athleten gegenüber dem IOC in Frage – 04.02.2026 – Sport

Die ukrainischen Sportbehörden haben am Mittwoch (1.) das IOC (Internationales Olympisches Komitee) gebeten, den „neutralen“ Status russischer Athleten zu prüfen, denen Verbindungen zur Armee oder die Teilnahme an Wettkämpfen vorgeworfen werden, die gegen olympische Sanktionen verstoßen.

Das IOC erlaubte einer begrenzten Anzahl von Athleten aus Russland und Weißrussland vorbehaltlich eines Überprüfungsverfahrens die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Paris und den Winterspielen Mailand-Cortina 2026 ohne Flagge oder Hymne.

Zu den Bedingungen gehörte, dass die Athleten weder Verbindungen zu den Streitkräften hatten noch die russische Invasion in der Ukraine unterstützt hatten, die 2022 begann.

In einem vom ukrainischen Sportminister Matvii Bidnyi und dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees Vadym Guttsait unterzeichneten Appell heißt es, dass Beweise dafür gesammelt wurden, dass einige Athleten die vom IOC im Jahr 2023 festgelegten Empfehlungen nicht eingehalten haben.

Das Dokument nennt Sportler mit angeblichen militärischen Verbindungen, die die Invasion unterstützt oder auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim trainiert hätten. Es weist insbesondere auf „systematische Verstöße“ im Sportklettern und in dessen Dachverband, der IFSC (International Federation of Sports Climbing), hin.

In dem Text wird auch erwähnt, dass im November in Moskau unter der Schirmherrschaft des CISM (International Council of Military Sport) ein internationaler Wettbewerb abgehalten wurde, der gegen die IOC-Regeln verstieß.

„Dies bestätigt die Einbindung russischer Militärstrukturen in die internationale Sportbewegung mit dem Ziel, die aggressive Politik Russlands zu legitimieren“, heißt es in dem Appell. Die Ukraine fordert das IOC und die IFSC auf, eine umfassende Überprüfung der Fälle durchzuführen und die betroffenen Athleten von internationalen Wettkämpfen zu suspendieren.

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