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Herzinfarkt, die häufigste Todesursache in Brasilien, äußert sich nicht immer in den starken Brustschmerzen, die sich die meisten Menschen vorstellen. Laut der interventionellen Kardiologin Denise Pellegrini, Kommunikationsdirektorin der Brasilianischen Gesellschaft für Hämodynamik und Interventionelle Kardiologie (SBHCI), können atypische Symptome Tage oder Wochen vor dem Ereignis auftreten und sollten ernst genommen werden. Die Informationen stammen von .
Neben Schmerzen oder Druck in der Brust können auch Anzeichen wie Übelkeit, Magenbeschwerden, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel, kalter Schweiß und Ohnmachtsgefühle darauf hinweisen, dass das Herz gefährdet ist. „Oft verwechseln Patienten diese Symptome mit Verdauungsproblemen oder alltäglicher Müdigkeit und verzögern die Hilfe“, warnt Pellegrini.
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Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Unterschied in den Symptomen zwischen Geschlecht und Alter. Bei Frauen und älteren Menschen kann es beispielsweise nur zu Kurzatmigkeit oder extremer Müdigkeit kommen, ohne nennenswerte Schmerzen in der Brust. Schmerzen, die in Arme, Kiefer, Nacken oder Rücken ausstrahlen, können mit Zahn- oder Muskelproblemen verwechselt werden.
Die Reaktionszeit ist entscheidend, um Schäden am Herzen zu reduzieren. „In der Kardiologie gibt es ein sehr wichtiges Konzept namens ‚Zeit ist Muskel‘. Je länger die Arterie verstopft bleibt, desto größer ist die Schädigung des Herzens. Ideal ist es, innerhalb der ersten Minuten nach Auftreten der Symptome Hilfe zu suchen“, erklärt der Facharzt.
Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt wird empfohlen, sofort SAMU unter 192 anzurufen oder einen Notarzt aufzusuchen, insbesondere wenn die Symptome länger als 15 bis 20 Minuten anhalten oder sich schnell verschlimmern.
Laut Pellegrini kann das Erkennen atypischer Anzeichen Leben retten und unterstreicht, dass die Pflege der Herzgesundheit bereits beginnen muss, bevor klassische Symptome auftreten.
Mit Informationen von Metropoles













