Werder Bremen sagt US-Tour aus politischen Gründen ab – 21.02.2026 – Sport

Werder Bremen hat seine Tour durch die Vereinigten Staaten, die ein Spiel in Minneapolis, dem Schauplatz der Proteste gegen die Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump, beinhaltete, teilweise aus „politischen Gründen“ abgesagt, sagte ein Sprecher des deutschen Vereins am Samstag (21) gegenüber AFP.

Werder Bremen finalisierte im Mai die Organisation einer Tour mit Freundschaftsspielen in Minneapolis und Detroit, bevor die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko begann.

Der Club gab jedoch auf, nachdem er befürchtet hatte, dass eine Tournee durch die Vereinigten Staaten zu diesem Zeitpunkt nicht mit den Werten der Institution vereinbar wäre.

In den letzten Wochen wurden im Rahmen der Einwanderungsoffensive von Donald Trump Tausende von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) des Bundes in Minneapolis stationiert.

Zwei amerikanische Staatsbürger, Renee Good und Alex Pretti, wurden im Januar bei massiven Protesten gegen die Präsenz der ICE in der Stadt erschossen.

Der Sprecher bestätigte, dass die Tour aus „sportlichen, wirtschaftlichen und politischen Gründen“ abgesagt wurde und fügte hinzu: „In einer Stadt zu spielen, in der es Unruhen gibt und in der Menschen erschossen wurden, passt nicht zu unseren Werten.“

Derzeit steht Werder Bremen auf dem 16. Platz und hat damit einen Platz im Relegationsspiel gegen den Abstieg. Die Möglichkeit eines weiteren Absturzes erschwere laut Sprecher die Reiseplanung.

Europäische Vereine unternehmen vor der Saison oft Tourneen, um an Schwung zu gewinnen und ihr internationales Profil zu stärken, und die Vereinigten Staaten sind ein regelmäßiges Ziel.

Als viermaliger Deutscher Meister und letzter Bundesligasieger im Jahr 2004 ist Bremen einer der am stärksten politisierten Vereine des Landes und äußert sich häufig zu gesellschaftlichen Themen.

Im Jahr 2024 gaben die Bremer als einer der wenigen deutschen Vereine X, früher bekannt als Twitter, auf und erklärten, die Plattform sei unter der Leitung von Elon Musk zu einem Forum für „Hassreden, Hass gegen Minderheiten, rechtsextreme Veröffentlichungen und Verschwörungstheorien“ geworden.

source

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen