Möbel, Bildschirme und Fußleisten werden mit einem grauen Belag überzogen, sobald die Heizung eingeschaltet wird, und Putzen hilft da nicht mehr. Was sagt dieser winterliche Hausstaub eigentlich über die Luft aus, die Sie den ganzen Winter über atmen?
Staub sammelt sich im Winter in Ihrem Haus an: Hier ist der Grund dafür
Kaum haben Sie mit dem Staubtuch gewischt, bedeckt schon zwei Tage später ein grauer Belag wieder Möbel, Bildschirme und Fußleisten. Das Gefühl, dass Staub den ganzen Winter über das Haus füllt, kommt sehr häufig vor: Viele bemerken, dass Oberflächen viel schneller verschmutzen, sobald die Heizung eingeschaltet wird, obwohl sich ihre Reinigungsgewohnheiten kaum geändert haben.
Tatsächlich liegt das nicht an unzureichender Reinigung, sondern an der Luftqualität in den Räumen. Geschlossene Fenster, eingeschaltete Heizkörper, dicke Textilien, das Leben der Familie, das sich auf den Innenraum konzentriert: All dies schafft eine Umgebung, in der Hausstaub im Winter stärker zirkuliert, weniger verflüchtigt und sich schließlich als dünne Schicht auf allen verfügbaren Oberflächen absetzt.
Warum die Luft im Winter staubig ist
Wenn es kalt wird, heizen wir unser Zuhause. Die Luft wird viel seltener erneuert, während wir laut Weltgesundheitsorganisation mehr als 90 % unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen und die Raumluftqualität Auswirkungen auf Allergien und die Atmung hat. Partikel, die von Textilien, Möbeln, Fußböden oder von außen abgegeben werden, verbleiben im Raum und bilden Hausstaub, der aus Fasern, abgestorbener Haut, Haaren, Pollen und Verunreinigungen besteht.
Heizungen verstärken dieses Phänomen. Durch die Erwärmung der ohnehin schon kalten und trockenen Luft entsteht trockene Luft, in der die Partikel länger in der Schwebe bleiben. Trockene Luft begünstigt die Bildung von statischer Elektrizität: Bildschirme, Kunststoffe und synthetische Stoffe ziehen mehr Staub an. Gleichzeitig werden Haut und Haare trockener, und Kamine und Kerzen tragen zusätzlich Ruß zu dieser Mischung bei.
Wo sich Winterstaub im Haus absetzt
Sobald dieser Staub in die Luft gelangt, unterliegt er der Schwerkraft und den Luftströmungen. Die Fußleisten am unteren Rand der Wände wirken wie kleine Fallen: Die Luft, die über den Boden strömt, setzt sich allmählich auf ihnen ab und bildet einen grauen Rand, der im Winter gut sichtbar ist. Auch Heizkörper sammeln Partikel zwischen ihren Lamellen und geben sie bei jedem Aufheizen wieder an den Raum ab.
Auch in den Ecken der Räume, an der Rückseite von Möbeln und auf Fensterbänken sammeln sich diese Ablagerungen an. Im Wohn- und Schlafzimmer fungieren Teppiche, Teppichböden, Vorhänge, Decken, Kissen oder Bettdecken als Staubfänger: Sie halten den Staub in ihren Fasern fest und geben ihn bei der geringsten Bewegung wieder ab, während Schuhe und Mäntel Schmutz, Salz und kleinen Kies von der Straße hereinbringen.
Die richtigen Gewohnheiten, um die Staubmenge im Winter zu begrenzen
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht jeden Tag staubsaugen. Ein kurzes Lüften reicht aus, um die Luft zu reinigen: Wenn Sie die Fenster 5 bis 10 Minuten lang weit öffnen, entsteht ein Luftzug, der einen Teil der Partikel wegbläst. Streben Sie eine Luftfeuchtigkeit von etwa 40–50 % an, indem Sie einen Luftbefeuchter, mehrere Pflanzen oder eine Schüssel mit Wasser verwenden, um zu trockene Luft und statische Elektrizität zu vermeiden. Diese kleine Maßnahme wird bereits eine deutliche Veränderung bewirken.
Damit die Reinigung wirklich effektiv ist, ist es besser, Staub zu sammeln, als ihn in die Luft zu wirbeln. Ein leicht feuchtes Mikrofasertuch hält viel mehr Partikel zurück als eine trockene Federbürste, insbesondere auf Bildschirmen und glatten Möbeln, und ein Staubsauger mit Filter verhindert, dass kleinste Partikel wieder in die Luft gelangen. Einmaliges Abwischen der Fußleisten mit einem leicht mit pflanzlichem Glycerin befeuchteten Tuch bildet einen antistatischen Film, der deren Verschmutzung erheblich verlangsamt.















