Wenn das Waschprogramm beendet ist, die Trommel stehen bleibt und es im Badezimmer plötzlich still wird, stellt sich oft dieselbe Frage: Soll man die Waschmaschine an die Steckdose angeschlossen lassen oder ist es besser, nach jedem Waschgang den Stecker zu ziehen? Auf den ersten Blick scheint das einfach zu sein, aber tatsächlich geht es um elektrische Sicherheit, Stromverbrauch und die Lebensdauer der Waschmaschine. Außerdem stimmt ein Teil dessen, was wir „immer gehört haben“, nicht mit den tatsächlichen Zahlen überein, insbesondere in tschechischen Wohnungen, wo die Waschmaschine oft in einem kleinen Badezimmer mit hoher Luftfeuchtigkeit steht.
Warum moderne Waschmaschinen für einen dauerhaften Anschluss ausgelegt sind
Moderne Waschautomaten sind so konzipiert, dass sie für einen längeren Zeitraum an das Stromnetz angeschlossen bleiben können. Die Elektronik speichert Informationen über die Zeit, die bevorzugten Programme und den verzögerten Start. Wenn Sie nach jedem Waschgang den Stecker aus der Steckdose ziehen, können einige Einstellungen zurückgesetzt werden und die Planungsfunktionen können instabil arbeiten.
Darüber hinaus begrenzen die geltenden EU-Ökodesign-Anforderungen den Energieverbrauch im Standby-Modus. Moderne Waschmaschinen schalten sich kurz nach Beendigung des Programms automatisch aus oder in den Standby-Modus und verbrauchen nur ein Minimum an Strom. Mit anderen Worten: Sie „schlafen im Energiesparmodus“.

Wie viel Strom wird im Standby-Modus tatsächlich verbraucht?
Die Vorstellung, dass eine Waschmaschine ständig an die Steckdose angeschlossen ist, kann beunruhigend sein. Wenn man sich jedoch die Zahlen ansieht, verflüchtigt sich dieser Eindruck schnell. 1 Watt, das kontinuierlich verbraucht wird, entspricht etwa 8,76 kWh pro Jahr. Das bedeutet, dass bei 0,5 W etwa 4,4 kWh pro Jahr, bei 1,0 W etwa 8,8 kWh pro Jahr und bei 2,0 W etwa 17,5 kWh pro Jahr verbraucht werden.
Umgerechnet auf tschechische Tarife handelt es sich nicht um Hunderte von Kronen, sondern in der Regel um Dutzende von Kronen pro Jahr und Gerät. Für die meisten Haushalte ist dies ein fast vernachlässigbarer Teil der gesamten Stromrechnung.
Alte und neue Waschmaschinen: Unterschiede im täglichen Betrieb
Die Technologie hat sich deutlich weiterentwickelt. Ältere Modelle verbrauchten im Standby-Modus oft mehr Energie und blieben nach dem Waschen länger „aktiv“, die Displays leuchteten und die Anzeigen gingen nicht aus. Moderne Waschmaschinen schalten schneller in den leisen Standby-Modus, verbrauchen weniger Energie und sind in der Regel besser gegen Spannungsschwankungen geschützt.
Was ist wichtiger für Steckdosen, Stecker und elektrische Sicherheit?
Elektrische Sicherheit ist nicht nur eine Frage der Wattzahl. Das häufige Ein- und Ausstecken des Steckers verschleißt die Kontakte. Steckdosen können sich lockern, erhitzen und mit der Zeit zu Problemen führen, insbesondere in feuchten Umgebungen.
Darüber hinaus gelten in Badezimmern besondere Anforderungen für die Installation von Elektrogeräten. Die Steckdose muss richtig positioniert, vor Feuchtigkeit geschützt und über eine Fehlerstromschutzvorrichtung angeschlossen sein. Die Verwendung von Verlängerungskabeln aus anderen Räumen für die Waschmaschine ist eine schlechte und potenziell gefährliche Idee.
Einfach ausgedrückt: Eine hochwertige und korrekt installierte Steckdose erhöht die Sicherheit mehr als die Gewohnheit, jedes Mal am Kabel zu ziehen.
Wann es dennoch sinnvoll ist, den Stecker zu ziehen
Bei normalem Gebrauch ist es oft sicherer, die Waschmaschine an die Steckdose angeschlossen zu lassen, um die Kontakte in einer feuchten Umgebung nicht zu manipulieren. Elektrische Anschlüsse sollten nicht mit nassen Händen berührt werden, und je seltener Sie die Waschmaschine anfassen müssen, desto besser.
Eine andere Situation ergibt sich bei längerer Abwesenheit. Wenn Sie für mehrere Tage oder in den Urlaub fahren, ist es sinnvoll, die Waschmaschine vollständig vom Stromnetz zu trennen und die Wasserzufuhr zu unterbrechen. Dies geschieht nicht, um Strom zu sparen, sondern um die Risiken im Haus zu verringern.
Ein paar einfache Schritte für Ihre Sicherheit
- Verwenden Sie eine hochwertige, feuchtigkeitsbeständige Steckdose und eine korrekt ausgeführte Verkabelung ohne Verteiler.
- Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit das Kabel und die Steckdose: Risse, Spiel und Spuren von Überhitzung dürfen nicht ignoriert werden.
- Schließen Sie nicht mehrere leistungsstarke Geräte an eine Steckdose an.
- Bei einem instabilen Stromnetz ist es sinnvoll, über einen Schutz vor Überspannung und Spannungsschwankungen nachzudenken.
Die Schlussfolgerung ist einfach und praktisch: Für eine moderne Waschmaschine ist es normal, an die Steckdose angeschlossen zu bleiben, und ihr Verbrauch im Standby-Modus beträgt in der Regel nur einige Dutzend Kronen pro Jahr. Viel wichtiger sind eine funktionierende Elektroinstallation, die richtige Lösung im Badezimmer und die Gewohnheit, das Gerät bei längerer Abwesenheit auszuschalten.















